Montag, 17. Oktober 2016

Die letzten Tage

Hier kommt dann also endlich der Bericht zu Freitag, Samstag, Sonntag und auch zum heutigen Montag, unserem letzten Tag in Zacatecas.


Freitag

Etwas früher als noch am Donnerstag begann der Tag heute bei einem gemeinsamen Frühstück mit Blick auf den Pazifik. Hier besprachen wir, wie der Tag heute gestaltet wird, da am Nachmittag die Regreso (Rückreise) nach Zacatecas anstand. Nachdem alles besprochen war und jeder satt, wurde die restliche Zeit genutzt. Es wurden die Wellen im Pazifik bezwungen, im Pool "geplantscht" oder einfach in der Hängematte die Seele baumeln gelassen.


Aber wie sagt man so schön :"Wenn's am schönsten ist, soll man aufhören ". Also hieß es, Taschen packen, Snacks kaufen, eine Kleinigkeit essen und dann gegen 2 Uhr ab in den glühend heißen Bus nach Zacatecas. Der Fahrtwind sorgte auch nicht wirklich für Abkühlung, da auch die Luft draußen unglaublich warm war. Bei der ersten Pause, die wir nach knapp 2 Stunden Fahrt machten, konnte man schon merken, das die Luft nicht mehr so schwül und drückend war, wie noch direkt an der Küste.

Mit einem etwas verwirrten Fahrer, der an der Raststätte sein Handy (Cellular) liegen lassen hat, und sich während der Fahrt auch das ein oder andere Mal verfahren hat, ging es weiter Richtung Zacatecas. Nach etlichen Stunden im Bus, Stau in Guadalajara und einer Partie Monopoly, erreichten wir gegen 1 Uhr Nachts Zacatecas, wo wir schon von unseren Gastfamilien erwartet wurden, und zuhause auch direkt ins Bett gegangen sind.

Samstag

Am Samstag ging es auch schon recht früh wieder los, da wir unsere letzten Tage mit unseren Gastfamilien hier nutzen wollten. Gemeinsam mit meinem Gastvater, Anne, Hanna, Louise ujd und deren compañeras machten wir uns zu neunt in einem (!!) Auto auf, in die Prärie von Zacatecas, wo es uns auf eine Ranch verschlug. Diese Ranch schien einem Bekannten meiner Gastfamilie zu gehören, denn sie stellten uns ein Pferd zur Verfügung, auf dem jeder eine Weile reiten durfte. Trotz der Hitze war es eine super gute Aktivität und wir hatten alle viel Spaß. Um uns ein wenig abzukühlen fuhren wir alle gemeinsam in das naheliegende Dorf Tacoaleche, wo wir uns in einem ganz kleinen Laden alle ein Eis kauften. Mit dem Eis sind wir ein wenig durch die Straßen des Dorfes gebummelt, bis es für uns auch schon wieder zurück Richtung Zacatecas ging.
Die Ranch irgendwo im Nirgendwo

Nach einem Abstecher ins Haus meiner Familie, wo wir uns alle ausruhten, wurden wir ins Stadtzentrum von Zacatecas gefahren. Dort warteten schon Hannah und Luis, der Austausschüler von Vincent auf uns, mit denen wir gemeinsam Essen wollten. In einem kleinen Restaurant, dass, wie wir später herausgefunden haben, nur Fleisch von einem Tier anbietet, haben wir alle Platz gefunden, und unser Essen geordert. Es gab Suppe, Tacos, Burritos und Quesedillas, alles gefüllt mit dem Fleisch von diesem Tier, was einer Ziege oder einem Steinbock recht ähnlich sah. Den meisten hat es auch sehr gut geschmeckt, einige waren nicht ganz so begeistert.

Nach der Mahlzeit ging es für uns weiter in die Stadt, wo wir von Laden zu Laden gingen, und hier und da das ein oder andere Mitbringsel kauften. Natürlich kam auch unterwegs das Essen nicht zu kurz und es gab zwischendurch Eis und Churros. Mit vollgestopften Bäuchen und Taschen besuchten wir am Abend zum letzten Mal das Cafe "miDali" in dem wir oft waren, und wo es uns sehr gut gefallen hat. Nachdem wir den Abend noch in einem Park in der Nähe haben ausklingen lassen, wollten alle ins Bett, und so endete der Samstag für uns.


Sonntag

Das Programm am Sonntag begann etwas später, da viele Menschen in Mexiko sehr gläubig sind, wie auch meine Gastfamilie, gehen sie früh am Sonntag in die Kirche. Als der Gottesdienst zuende war, und wir unsere Gorditas, die es zum Frühstück gab, im Auto verspeist hatten, sammelten wir Hanna und ihre Austauschschülerin ein, und machten uns auf den Weg ins 2 Stunden entfernte Aguascalientes. Dort ging es zuerst in ein Einkaufszentrum das dem in Zacatecas recht ähnlich war. Nach ein wenig bummeln durch die Geschäfte, traffen wir auf Hannah und Louise mit ihren compañeras. Kurz ausgetauscht, was die anderen so gemacht haben, und dann in einen Burgerladen, uns alles stärken, denn auch sinnlos durch ein Einkaufszentrum laufen, kann anstrengend sein.

Frisch gestärkt machten wir uns auf zu den Autos, und wollten eigentlich zu einer Art Vergnügungspark fahren. Dieser hatte aber scheinbar zu, also fuhren wir, vorbei an einer Automesse, Richtung Stadtzentrum. Mit einer kurzen Unterbrechung, bei der es für alle Eis gab, was sehr lecker war, erreichten wir irgendwann das Zentrum. Mitten auf einem großen Platz war eine Bühne aufgebaut, auf der jeden Abend Konzerte gespielt werden. Daneben war eine weitere kleine Bühne, auf der eine Gruppe Menschen etwas vorführte. Wir sahen uns das ganze Spektakel eine Zeitlang an, bevor wir weiter durch die Stadt liefen. Nicht viel anders als die Innovation von Zacatecas, so lässt sich das Zentrum wohl ganz gut beschreiben. Als wir auch hier noch die ein oder oder andere Süßigkeit gefunden hatten, machten wir uns auch schon auf zurück nach Zacatecas. Gegen späten Abend, es war schon dunkel, kamen wir alle übermüdet in Zacatecas an. Für heute stand zum Glück nichts mehr auf dem Programm.


Montag

Heute ist er also gekommen, unser letzter Tag hier in Zacatecas. Der letzte Tag in unseren Gastfamilien, mit unseren neuen Freunden. Recht früh hat er begonnen, zum allerletzen mal besuchten wir gemeinsam die Schule. Nach nur Zwei Stunden Unterricht wurden Anne, Hanna Louise und ich von der Klasse unglaublich süß verabschiedet, uns wurde alles gute für die Zukunft gewünscht, eine tolle Reise, und das wir jederzeit bei jedem der Leute dort willkommen sind. Ein unglaublich schönes Gefühl!

Nach dieser Verabschiedung ging es zur offiziellen Abschiedsveranstaltung in der Prepa 1, wo dann auch alle Teilnehmer anwesend waren. Es wurde von allen Seiten gelobt, gedankt, und gesagt, was für ein tolles Projekt dieser Austausch ist. Nach Reden von allen Offiziellen bekamen alle eine Art Teilnahme Urkunde, die für jeden eine ganz besondere Erinnerung sein wird.


Nach einigen Fotos ging das Programm weiter, wir wurden in einen Saal geführt, in dem wir über den "Dia de Muertes", also Tag des Todes informiert wurden. In Mexiko ist dies ein sehr besonderer Tag, der bunt und mit vielen Totenköpfen gefeiert wird. Alle konnten sich schminken lassen, und jeder bekam seinen eigenen kleinen Totenkopf.



Als das offizielle Programm beendet war, machten wir alle gemeinsam noch ein wenig Zacatecas unsicher, bevor wir uns in unsere Gastfamilien aufmachten, um den letzten Rest vorzubereiten, und von unseren Familien Abschied zu nehmen.

Bis es ganz Lebewohl heißt sind es noch ein Paar Stunden, die wir alle möglichst genießen wollen. Um 23 Uhr Ortszeit fährt dann unser Bus Richtung Mexiko Stadt.

Edit: Die Bilder sind jetzt auch Online.

Die Heimreise rückt immer näher, Zeit findet sich keine, und die Technik will noch viel weniger. Wir würden euch unglaublich gerne an unseren Erlebnissen Teilhaben lassen, und hoffen, dass es ab morgen wieder normal weitergeht, für den Rest unserer Reise und auch danach...

Samstag, 15. Oktober 2016

Wir Leben noch...

... finden nur Momentan keine Zeit, hier viel zu schreiben, da die letzten Tage angebrochen sind, und unsere Familien nochmal alles an Programm machen wollen was geht. Morgen gibt es dann einen sehr langen Bericht, über das ganze Wochenende, und dann beginnt auch schon fast die Heimreise

Freitag, 14. Oktober 2016

Descansar

Ungewohnt spät begann der Tag heute bei einem Reichhaltigen Frühstück mit toller Aussicht auf den Pazifik. Als alle den Weg aus ihren Zimmern gefunden hatten, berieten wir, was wir heute machen wollen. Zur Auswahl stand, entweder zu einem anderen Strand zu fahren, an dem Angeblich Schildkröten leben, zu einem Aussichtspunkt zu fahren, der knapp 30 Minuten mit dem Auto entfernt ist, oder einfach im Hotel und am Strand zu bleiben. Die Wahl fiel uns recht leicht, da wir alle lieber die Zeit hier genießen wollten, als den halben Tag im Auto zu verbringen.



Somit verbrachten wir den Rest des Vormittags im Meer, im Pool oder in der Hängematte



Auch der Nachmittag sah nicht wirklich anders aus, wieder wurde sich gesonnt, im Meer geschwommen, im Pool Ball gespielt oder geschlafen. Mit einem noch viel schlimmeren Sonnenbrand, ging es dann gegen 6 Uhr zum gemeinsamen Abendessen, danach wurde der Abend gemeinsam verbracht. Selbst das Gewitter am Abend brachte nicht wirklich Abkühlung, weswegen es für den ein oder anderen noch ein kurzes Bad im Pool gab, bevor es ins Bett ging.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Vamos a la Playa

Da wir offensichtlich Internet haben, wird es auch in den nächsten Tagen Berichte von uns geben
Dienstag früh ging es also für uns nach Jerez. Nach 90 statt geplanten 30 min erreichten wir dann endlich die Prepa 5, die auch zur UAZ gehört. Die Schule lag am anderen Ende der Stadt, also mussten wir zuerst durch ganz enge Gassen. In der Schule wurden wir schon von allen Schüler*Innen erwartet, und es gab eine große Eröffnungsfeier, mit Lassoshow, Tanz und Musik. Nach der Show wurden wir noch einmal willkommen geheißen, und fast alle Schüler*Innen wollten Fotos mit uns machen, was für uns nicht so schön war, da wir wie zu einem Haufen zusammen gedrängt wurden, und keiner wirklich raus konnte. Irgendwann kamen uns dann unsere compañer@s zur Rettung, und wir sind schnell zurück zum Bus.



Von der Schule aus fuhren wir zurück ins Stadtzentrum, gemeinsam mit einem der Lehrer der Prepa 5, wo wir von einer "Guia" , also Stadtführerin erwartet wurden. Zuerst ging es in das Teatro Hinojosa, das älteste und erste Theater in Jerez, das Gebaut wurde, da die Reichen Einwohner einen Öffentlichen Raum für das Theater haben wollten. Sie hatten jedoch nur 5 Jahre Zeit um es zu bauen, da sie es nicht geschafft haben, wurde es unfertig geöffnet und die Zuschauer brachten ihre eigenen Sitz Möglichkeiten mit. Durch die Bauart, gibt es an jedem Ort in dem Theater eine Perfekte Akustik.



Nach dem Theater schauten wir uns noch zwei Katholische Kirchen an, die beide von den Spaniern gebaut wurden, jedoch ist nur eine von beiden im Original Zustand aus dem 18 Jahrhundert. Im Anschluss wurde uns noch ein wenig die Stadt gezeigt, und wir hatten Zeit, die Typischen Spezialitäten aus Jerez, "Toastados" und "Nieves" (Eis), zu probieren.



Mit gewaltiger Verspätung konnten wir irgendwann zurück nach Zacatecas, wo es für alle in die Familien ging, sich auf das Fest am Abend vorbereiten, aber auch die Tasche packen für die Fahrt an den Pazifik. Die Fiesta, die eigentlich um 18 Uhr beginnen sollte, wurde ein wenig nach hinten verschoben, so dass die eigentlichen Feierlichkeiten gegen 19:15 begannen. Durch eine Musikkapelle eingeleitet, wurde es ein tolles Fest, auf dem viele Fotos geschossen, lecker gegessen und viel getanzt wurde. Auch die Teilnehmer des Austausches vor 2 Jahren, der erste Austausch mit Zacatecas, waren da.



Um 22 Uhr etwa begann sich das Fest langsam aufzulösen, und bei uns kam Vorfreude auf die Fahrt auf. Pünktlich um 23 Uhr, als dann auch und Liane, die beide im Centro de Idiomas arbeiten.

Durch die mexikanische Nacht, über hügelige Autobahnen und tausende "Topes", kleine Erhöhungen in der Straße, die die Sicherheit des Verkehrs gewährleisten sollen ging es in Richtung "San Juan de Alima", ein kleines Surferdorf an der Pazifikküste. Nach ungefähr 10 Stunden Fahrt, und etlichen Komplikationen kamen wir am Mittwoch morgen gegen 9 Uhr hier an.  Ein ganz anderes Klima erwartete uns hier, heiße, drückende Luft, mindestens 29 Grad. Als alles mit Zimmern und Gepäck geklärt war, gab es die erste Mahlzeit des Tages, die hier in dem Hotel mehr oder weniger Reichhaltig ausfiel. Um uns abzukühlen nutzen wir den Pool des Hotels, oder gingen in den Pazifik, der direkt vor dem Hotel liegt



Den ganzen Tag über verbrachten wir, zum ersten Mal seit 2 Wochen ohne Programm, in der Sonne, am Strand oder auf dem Zimmer.
Mit wunderschönen Sonnenbränden ging es am Abend in ein kleines Restaurant neben dem Hotel, da die Küche in unserem Hotel schon geschlossen hatte. Bei einer unglaublichen Hitze machte auch das warme Essen nicht wirklich besser. Danach ging es wieder an den Strand, und wir machten uns an den Blog. Fast von einer Kokosnuss erschlagen, kann der Blog jetzt zum Glück online gehen.


Montag, 10. Oktober 2016

Steinig und Schwer

Mit gewohnt mexikanischer Verspätung machten wir uns heute früh auf, Richtung "Sierra de Organos", ein Nationalpark, der doch gar nicht so nah an Zacatecas dran war, wie erwartet. Nach 2 Stunden fahrt, während der die meisten geschlafen haben, kamen wir am Eingang des Parks an. Dort bereiteten wir uns auf den Tag vor, Sonnencreme und Kopfbedeckung organisieren, die Taschen sortieren und das baño aufsuchen, was ein echtes Abenteuer wurde, da es weder Türen, noch fließend Wasser gab.

Bestens vorbereitet, und schon von vornherein ging unsere Tour dann los, wobei der erste Teil, ca. 1,5 km mit dem Auto zurückgelegt wurden.



Mit unseren Guides ging es dann in den Nationalpark, der seinen Namen von einer Bergformation hat, die Aussieht wie eine Orgel. Deswegen heißt dieser "Sierra de Organos", demnach die Wüste der Orgeln. Direkt nach den ersten Metern erzählten uns die Führer, das hier viele Filme gedreht wurden und werden, wie beispielsweise "E.T." und weitere Steven Spielberg Filme

Hier ist E.T. zu erahnen
Mit dieser Interessanten Erkenntnis ging es für uns weiter über Stock und Stein den Berg hinauf, bis zur Grenze des Bundesstaates Zacatecas. Auf dem Weg dorthin begegnete uns neben ganz vielen Büschen auch eine Eidechse.


Im Bundesstaat Durango wurde der Weg dann deutlich schlechter und wir mussten uns viel mehr durch die Büsche kämpfen, wurden dafür aber auch mit einer einzigartigen Aussicht belohnt


Nach einem recht entspannten Aufstieg führten uns unsere Guides in eine Höhle, in der den Legenden nach früher viele Banditen ihre Beute versteckten, einer angeblich sogar eine Frau. Vor der Höhle wurden wir, vor allem Andre, gebeten bitte Ruhe zu bewahren, da es dort einige Fledermäuse gibt, und diese nicht aufgeschreckt werden sollten. Der Weg durch die Höhle gestaltete sich als recht kompliziert, da alles sehr klein, dunkel und dreckig war. Trotzdem haben es alle geschafft, und es konnte weiter den Berg hinauf gehen.


Über noch mehr Steine und durch noch mehr Gestrüpp ging es weiter Bergauf, bis zur höchsten Stelle, an der es eine Pause gab und einige schöne Fotos geschossen wurden.



Nach der Pause ging es wieder Bergab, was deutlich spektakulärer war, als Bergauf, da einige Hindernisse bewältigt werden mussten. Auch das haben wir als Gruppe gemeinsam gemeistert. Irgendwie sind wir während des Abstkeg auf das Lied "Dieser Weg" von Xavier Naidoo gekommen, weil es perfekt zu unserer Situation gepasst hat. Unten angekommen durften Andre, Hanna und Teresa sich einen Kindheitstraum erfüllen, und mit einem der Guides auf dem Quad fahren.


Nach einem kleinen Zwischenstop in einem Laden am Ende der Welt, ging es zurück nach Zacatecas, wo zuerst Geld für die Reise an den Pazifik organisiert wurde, und dann mit allen zusammen im "El Caramello" gegessen wurde. Dort gab es alles was die Mexikanische Küche hergibt, wie Tacos, Caramellos oder Hamburguesos. Es war lecker und mehr mehr als genug, so dass viele ihr Essen mit nach Hause nahmen. Um 20 Uhr löste sich das ganze dann auf und es ging zurück in die Gastfamilien.

Tacos Illegal
Morgen geht es nach Jerez, die Pueblos Magicos angucken, für den Abend ist ein Fest mit mexikanischem Essen und typischer Musik geplant. Direkt danach geht es für uns Richtung Pazifik, gegen Mittwoch Vormittag werden wir dort ankommen. Deswegen ist nicht garantiert, das Morgen oder in den nächsten Tagen überhaupt ein Blog erscheint, da wir noch nicht wissen, ob wir vor Ort Internet haben werden. Spätestens am Samstag gibt es dann wieder Neues von uns

Halbzeit

Wie schnell die Zeit doch vergeht. Heute ist schon der zweite Sonntag unserer Reise und die Hälfte unserer Zeit hier in Mexiko ist vorbei. Wie auch am letzten Sonntag hatten wir heute wieder Zeit in unseren Gastfamilien. Es wurde teilweise in ganz kleinen Gruppen etwas unternommen, hier kommen dann also die einzelnen Berichte.


Andre und Teresa waren heute wieder gemeinsam mit ihren Austausschüler*Innen unterwegs. Am heutigen Sonntag verschlug es die beiden in eine verlassene Minenstadt in der Wüste Zacatecas. Bereits am frühen Morgen machten sie sich auf, um dann nach etwa dreistündiger Fahrt den ersten Teil des Weges hinter sich zu haben. Es ging einen Berg hoch, nach etwa halber Strecke wurde das Auto gewechselt, auf eins mit einheimischen Fahrer, bei dem Andre auf dem Dach sitzen musste. Nachdem man die beiden auch diese Etappe geschafft hatten, wurde sich zuallererst mit "Enchiladas" gestärkt. Danach ging es dann mit einem Ortskundigen Guide und auf dem Pferd den letzten Rest zu der Minen Stadt hinauf. Es hat den beiden super gut gefallen, sie sind begeistert, die große, alte Stadt gesehen zu haben.




Nach dem Abstieg gab es noch eine Kirche zu sehen, und natürlich etwas zu Essen.



Anne hat heute mit ihrer Gastfamilie das Museum "Rafael Caronel" besucht. Dieses Museum befindet sich in einem alten Tempel, und stellt Kunstwerke, Masken, Töpfe und Marionetten des Künstlers aus. Es gibt eine riesige Vielzahl an Ausstellungsstücken, und jedes ist auf seine eigene Art und Weise unfassbar schön und beeindruckend. Nach dem Besuch im Museum ging es in die Mall, wo dann auch Hanna, Louise und Torben waren, da wir eigentlich einen Film schauen wollten.




Annika und Kristin waren heute gemeinsam mit ihren Austausschülerinnen in der 
Innenstadt von Zacatecas, shoppen, und haben den Tag genossen.

Anyelina musste erst 9000km weit von zuhause entfernt sein, um mit dem Autofahren anzufangen. Nach einem Frühstück mit der Gastfamilie, und noch vielen anderen Verwandten, durfte sie, dass erste mal überhaupt ein Auto fahren, hatte also ihre erste "Fahrstunde" in Mexiko. Nach einigen Versuchen klappte es sogar ganz gut, und Anyelina hatte ihren Spaß am Steuer des Käfers.
Am späten Nachmittag ging es dann für sie und ihre compañera zum Paintball, was auch ein riesen Spaß wurde.



Hanna war heute mit ihrer Austausschülern in Zacatecas bummeln. Am Nachmittag hat sie dann für ihre Gastfamilie typisch deutsche Kartoffelpuffer gekocht, die trotz kleiner Probleme sehr gut angekommen sind. Nach dem Essen ging es auch für sie und ihre Austauschschülerin in das Einkaufszentrum.

Louise hat einen Großteil des heutigen Tages verschlafen, scheinbar hatte sie es wirklich nötig. Nach einem gemeinsamen Essen mit ihrer compañera und deren Bruder ging es auch für die beiden ins Einkaufszentrum.

Vincent hat heute knapp 10 Stunden mit seiner Gastfamilie in der Küche verbracht, um Tamales zu machen. Das ist ein typisches Gericht für Mexico, bestehend aus einem Maisteig, der mit anderen Zutaten in Pflanzenblättern eingelegt und gedampft wird. Die Arbeit hat sich gelohnt und das Essen wurde ein voller Erfolg.

Für mich, Torben, stand heute fast nichts an. Nach einem sehr entspannten Vormittag ging es kurz mit meinem Austausschüler einkaufen (er ist gefahren), danach wurde der Grill angemacht, wo einige Parallen zur Heimat zu erkennen sind, wie z.B. viel Fleisch, der Vater steht am Grill usw. Am Abend ging es dann ins Einkaufszentrum. Da das Kino leider voll war, bzw wir nicht den Film sehen konnten, den wir sehen wollten, haben wir gemeinsam mit unseren Austausschüler*Innen die Geschäfte unsicher gemacht.


Morgen geht es in Nationalpark "Sierra de Organos" in der Nähe von Zacatecas.

Sonntag, 9. Oktober 2016

Auf den Spuren der Kultur...

Da wir die Kultur und die Menschen dieses Landes mit all ihren Facetten kennenlernen wollen, haben wir uns die Fiesta gestern Abend natürlich nicht entgehen lassen, und ausgiebig mit unseren Austausschüler*Innen und neuen Freund*Innen gefeiert. Deswegen kommen hier die Berichte zu Freitag und Samstag, beides sehr Ereignisreiche Tage.


Freitag

Am Freitag ging es früh zu "LILEX", einem anderen Teil der "UAZ", also der Autonomen Universität Zacatecas, der auch unsere Schulen angehören. Auf dem Campus wurden wir dann empfangen und in das "LILEX" (Licenciatura en Lenguas Extranjeras) Gebäude geführt. Hier lernen die Schüler*Innen verschiedene Sprachen, wie Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch. Wir wurden durch die verschiedenen Klassen geführt, konnten uns mit den Schülern unterhalten, und sogar einigen helfen, was ein tolles Gefühl war. Zum Abschluss ging es dann in einen Klassenraum, in dem Deutschklassen unterrichtet wurden. Hier konnten wir dann unseren compañer@s zeigen, wo wir eigentlich herkommen, und was es da so alles gibt.



Also nach ausgiebigen Gesprächen über Deutschland hatten wir ein wenig Freizeit, die die meisten wohl zum Essen oder dem Vorbereiten der Fiesta nutzten, bevor es dann mit Sport weiterging! Zuerst gab es auf dem Schulgelände, die Möglichkeiten, Volleyball und Basketball zu spielen. Beides wurde super angenommen, und auch Schüler, die nicht am Intercambio teilnehmen haben mitgespielt. Bei tollem Wetter hatten alle riesig viel Spaß, und einen super Nachmittag. 

Baskteball, Intercambio gegen den Rest


Danach ging es in das Olympische Schwimmbad von Zacatecas. Wir erwarteten eine Art Spaßbad, allerdings wurde hier absoluter Hochleistungssport betrieben. Nach dem Umziehen war Aufwärmen angesagt, fast jede Muskelregion wurde mit eingebunden. Dann ging es ins Wasser. Da in Mexiko nahezu keiner Schwimmen kann, war es eher ein Schwimmunterricht. Also zuerst ordentlich mit den Beinen strampeln, um die Bewegung zu üben. Im Anschluss wurde das ganze Schritt für Schritt erweitert, bis am Ende fast alle wenigstens eine Bahn schwimmen konnten. Die Trainer, die uns betreut haben, machten das ganze zu einer sehr anstrengenden Einheit, da es wenig Pausen gab, und sie sehr anspruchsvoll waren.
Auch wenn wir uns etwas anderes Vorgestellt hatten, war es ganz nett.

Nach einem anstrengenden Tag hatten die Mexikaner für uns eine "Fiesta" organisiert, auf der es Nachos und andere Snacks, gab, und natürliche auch typisch Mexikanische Getränke. Mit  deutscher und mexikanischer Musik wurde es ein schöner Abend, der für einige auch bis in die Morgenstunden ging.


Samstag

Weder ausgeruht, noch fit machten wir uns Samstag Morgen auf, Richtung "La Quemada" eine alte Stätte der "Chalchihuites", einem indigenen Volk, das in der Nähe von Zacatecas gelebt hat. Da es doch eine ganz schön große Strecke, von der Schule bis nach "La Quemada" ist, konnten wir die Zeit zum Schlafen nutzen. Etwas ausgeruhter kamen wir dann am späten Vormittag dort an, und unsere Führung begann auch nahezu direkt.



Dank Übersetzungen von Teresa und Herrn Gomez konnten auch wir alles verstehen. Die Führung war sehr interessant, da die Bewohner dieses Ortes vieles nach ihrem Glauben aufgebaut haben, wie z.B. Ihre Tempel oder auch festgelegt haben, wer wo lebt, abhängig davon, wie nah man am Himmel ist. Auf der niedrigsten Ebene lebten die einfachen Menschen. Darüber deutlich weniger, die dann etwas höher angesehen waren. Ganz oben, also am nähesten am Himmel lebte nur noch eine Person, man vermutet, dass dies der Anführer war.





Auf unserer Tour hatten wir auch eine Begegnung mit den jetzigen Bewohnern des Ortes. Während einer Pause am höchsten Punkt, war das Geschrei groß. Mit einem mal tauchte eine Schlange auf, vor die uns die mexikanischen Lehrern schon gewarnt hatten. Da die Lehrer und der Guide wussten was zu tun war, und nichts passiert ist, war die Schlange auch schon fast wieder weg. Neben der Schlange gab es aber novh viel mehr Tiere zu sehen. Riesige Ameisen, Grashüpfer und komische, fliegende Insekten begleiteten uns den ganzen Tag.

Eine Cazcabel, besser bekannt als Klapperschlange


Alles was an diesem Ort zu sehen war, war auf eine ganz besondere Art eindrucksvoll, allein schon, wenn man sich überlegt, unter welchen Bedingungen man damals all diese Bauwerke geschaffen hat. Am Ende gab es noch einen kleinen Exkurs in die Ton Werkstatt, und dann mit den Bus zurück nach Zacatecas.




Zurück in der Schule war das offizielle Programm beendet, der Rest des Tages und der komplette Sonntag stehen uns zur freien Verfügung. Anne, Hanna, Kristin und Louise mit ihren Austausschülerinnen waren am Abend bei uns eingeladen, um die Reste der Fiesta zu vernichten. Die anderen haben wohl etwas ausgespannt, was nie verkehrt ist.


Was morgen ansteht wissen die Mexikaner scheinbar selber noch nicht, also lassen wir uns mal überraschen. Am Montag geht es in den Nationalpark "Sierra de Organos"

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Experimente...

Um 10 Uhr fing das Programm heute an. Wie gewohnt, also deutlich später. Es ging an die "Prepa 4", die Schule an der die compañera von Annika ist. Wir wurden dort von den naturwissenschaftlichen Lehrern begrüßt, die mit der Unterstützung einiger Schüler uns den Vormittag über die Naturwissenschaften näher bringen sollten. Es gab etliche Experimente, wie das Entzünden von Haarschaum, das Basteln einer kleinen Rakete, das Herstellen einer Art "Wutsack", und eigenes Eis machen. Durch die ständige Anwesenheit der Lehrer hat man sich durgehend gut gefühlt, trotz der zum teil sehr "explosiven" Experimente. Das ganze ging über 3 Stunden, was in unseren Augen ein bisschen lang gezogen war, auch wenn es natürlich super Spaß gemacht hat.



video

In der Mittagspause waren wir dann essen, zuerst in der Schule. Dort wurden wir auch direkt von ein paar Schülern angesprochenen, mit denen wir uns eine ganze Weile unterhalten haben, und die total interessiert waren. Als sie dann weitergezogen sind, haben auch wir uns auf die Socken gemacht, und sind in den "Parque la encantada", in dem wir am Samstag schon waren, und der direkt neben der Schule ist. Dort gab es auch essen, ein bisschen was anderes und besseres als in der Schule. Ich habe, kurz bevor das Programm weiterging, eine sehr interessante Erfahrung gemacht, was man so alles mit Wassereis anstellen kann. Als die anderen sich ein Eis geholt haben, weil es heute richtig schön warm war, bin ich natürlich mit gegangen, und hab mir ein schönes Wassereis geholt. Was ich jedoch nicht gesehen habe, ist dass das Eis einen flüssigen Kern hat, mit Salsa Sauce. Im Nachhinein hab ich dann erfahren, das Wassereis hier ganz oft mit Salsa gegessen wird. Die Spinnen doch!

Ohne Salsa war das sogar lecker
Mit dieser Erkenntnis ging es ins Museum "Zig Zag", was von den Lehrern als ähnlich wie das Universum in Bremen beschrieben wurde, allerdings leider komplett anders ist. Schon von außen konnte man sehen, das die Zielgruppe eindeutig jünger ist als wir. Trotzdem wollten wir dem ganzen Natürlich eine Chance geben. Also sind wir rein, haben unsere Taschen abgegeben, und dann ging es auch schon los. Eine ähnliche Seilbahn, wie auf der Bufa erwarte uns als erstes. Allerdings lange nicht so spektakulär wie auf der Bufe, sondern ganz schnell wieder vorbei. Danach ging es in eine Art Planetarium, wo uns über unser Sonnensystem erzählt wurde, und wir in einer Virtuellen Sternenwarte waren.



Nach dem Planetarium gab es noch viele kleine weitere "Salas" zu etlichen, verschiedenen Themen, aber alles eher auf Kinder zugeschnitten. Trotzdem war es ganz nett, da manche das Kind in sich wieder gefunden haben, und der ein oder andere Bestimmt das ein oder andere gelernt hat.



Als wir dann aus dem "Museo" wieder raus waren, alle nicht sonderlich begeistert, gab es Infos zum Programm für die nächsten Tage, und damit war das offizielle Programm beendet. Für ein paar von uns, Andre, Louise, Teresa, Vincent und mich ging es noch in den Park, das gute Wetter nutzen und wieder Inline skaten. Immerhin ein gelungener Abschluss.


Morgen gehen wir in das "Centro de Idiomas" also das Sprachzentrum, danach, am Abend wird es sehr sportlich, mit Schwimmen, Volleyball, Fußball und Basketball. Por la noche, also am Abend gibt es dann eine Feier bei einem Klassenkameraden.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Primero escuela, despues lo misterioso!

Heute stand dann wieder Schule auf dem Programm. Langsam gewöhnt man sich daran, dass man sowieso nicht pünktlich ist, und man geht den Tag morgens viel entspannter an.

In der ersten Stunde wurde wieder Englisch unterrichtet, Montag, Dienstag und Mittwoch haben unsere Austauschschüler den gleichen Stundenplan. In Mathe konnten wir dann sogar mitmachen, das Thema war lineare Funktionen, was wir alle oft genug durchgekaut haben. Nach Mathe ging es in eine Art Hörsaal, wo der Lehrer über Literatur referierte, in diesem Fall sogar über Goethes "Faust", ein deutsches Drama.

Unterricht in "humanidades" 
Nachdem wir auch noch "socialidades" überstanden hatten, wo wir über deutsche Moralvorstellungen erzählen sollten, war unser dritter und letzter Schultag beendet. Bevor es jedoch nach Hause ging, wollten sich alle unsere "neuen" Mitschüler von uns verabschieden. Also wurden ganz, ganz viele Fotos gemacht, Küsschen verteilt, und Menschen umarmt. 

Irgendwann konnten wir dann nach Hause, um kurz was zu essen, uns kurz auszuruhen und gefühlt auch schon wieder los zu fahren. Es stand ein Besuch in der "Mina del Eden" an. Eine stillgelegte Mine mit einer Ausstellung von Mineralien, die überall auf der Welt gefunden wurden, und einem begehbaren Stollen, in dem die Geschichte der Bergarbeiter gezeigt wird. Mit unseren Sicherheitshelmen und den Haarnetzten sahen wir verdammt bescheuert aus, aber wenn alle bescheuert aussehen, tut es keiner mehr.



Die Geschichte des Bergbaus ist hauptsächlich geprägt durch die Spanier, die das ganze Land damals besetzten, und die Einheimischen für sich haben arbeiten lassen. Die Mine hat trotzdem sehr viel schönes zu bieten, was sich schwer in Worte fassen lässt, deswegen lassen wir einfach mal die Bilder für sich sprechen.







In der Mine befindet sich außerdem noch die einzige Disko in einem Bergwerk weltweit. Die haben wir uns natürlich auch angeschaut, und die meisten haben zu der Musik getanzt. Danach war dann das offizielle Programm beendet, und es ging zurück an die Oberfläche. Hier war das offizielle Programm beendet. Mit einem Großteil der Gruppe ging es dann in eine Bar, wo wir zum ersten Mal "Cerveza" also Bier probiert haben. Leider nicht ganz so gut wie in der Heimat. Trotzdem war es ein schöner Abend, und wir freuen uns auf die nächsten Tage.
Morgen früh sehen wir uns Wissenschaftliche Arbeiten der Schüler an der Prepa 4 an, danach haben wir Freizeit und am Nachmittag geht's ins Museum "Zig Zag".